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Sanierungssystem: “PFAS Adaptive Mobilisation and Capture”

#PFAS #Mobilisierung #Grundwasser #Bodensanierung #Sorption
Hier sind zwei Komponenten des modularen Systems zur Ausschleusung von PFAS (PFClean) aus dem Grundwasser dargestellt:  i) der „adaptive Mobilisation“ Teil, bei dem langkettige, immobile (Vorläufer-) Substanzen in kurzkettigere, mobilere Substanzen transformiert werden und ii) ein „Funnel & Gate“, bei dem PFAS adsorbiert werden. Die Adsorption ist verbessert durch elektrische Polarisierung.  Mit Hilfe eines Grundwasserzirkulationsbrunnens wird Wärme und Sauerstoff zugegeben um die Transformationsprozesse zu erhöhen/beschleunigen.
Es ist ein Schema gezeigt mit zwei Komponenten des modularen Systems zur Ausschleusung von PFAS (PFClean) aus dem Grundwasser: i) der „adaptive Mobilisation“ Teil, bei dem langkettige, immobile (Vorläufer-) Substanzen in kurzkettigere, mobilere Substanzen mit Hilfe eines Grundwasserzirkulationsbrunnens (GZB) transformiert werden und ii) ein „Funnel & Gate“, bei dem PFAS adsorbiert werden. Die Adsorption ist verbessert durch elektrische Polarisierung.

Die beiden Komponenten „PFAS Adaptive Mobilisation“ und „Electric Force Sorption“ sind Teil des modularen Systems zum Ausschleusen von PFAS aus dem Grundwasser (PFClean): i) der „adaptive Mobilisation“ Teil, bei dem langkettige, immobile (Vorläufer-) Substanzen in kurzkettigere, mobilere Substanzen mit Hilfe eines Grundwasserzirkulationsbrunnens (GZB) umgewandelt werden und ii) ein „Funnel & Gate“, bei dem PFAS adsorbiert werden. Die Adsorption ist verbessert durch elektrische Polarisierung.

PFAS sind eine große Gruppe von persistenten, ubiquitären und teilweise toxischen Schadstoffen („chemicals of emerging concern“). Die beiden Systeme „PFAS Adaptive Mobilisation“ und „Electric Force Sorption“ ermöglichen es, PFAS aus dem Grundwasser auszuschleusen.

Mit Hilfe eines GZB wurden Bedingungen im Grundwasserleiter geschaffen, die mikrobielle Transformationsprozesse von langkettigen (Vorläufer-) Substanzen in kurzzeitige und mobile Substanzen beschleunigen. Dies wurde durch Zugabe von Wärme und Sauerstoff erreicht.

Die Spundwände des „Funnel“ leiten die Grundwasserströmung ins „Gate“. Im Gate befindet sich Adsorptionsmittel (Aktivkohle) mit dessen Hilfe PFAS aus dem Grundwasser ausgeschleust werden können. Ein Nachteil von Aktivkohle war bisher eine geringere Rückhaltefähigkeit von kurzkettigen PFAS. Durch das Anlegen einer elektrischen Spannung wurde dieser Nachteil beseitigt. Beim Umpolen entsteht zudem ein hoch-konzentriertes Eluat, das effizient gereinigt werden kann.

Das System wurde oberflächennah und in engem, bebautem urbanem Umfeld realisiert. Dadurch wurde wenig Platz in Anspruch genommen, oft eine Herausforderung bei kontaminierten Standorten und es wurde gewährleistet, dass das Sorptionsmaterial im Gate leicht ausgetauscht werden kann. Der Pilotstandort Reilingen ist, unseres Kenntnisstandes nach, der erste Standort, an dem beide Verfahren in Kombination erfolgreich eingesetzt wurden. Die PFAS-Konzentrationen im Grundwasser sowie Temperaturen und Sauerstoffgehalte wurden detailliert beobachtet.

Wasser­ressource: Grundwasser, Trinkwasser
Produkttyp:
  • Managementkonzepte & Bewertungen
  • Monitoring & Analytik
  • Technologien & Verfahren
TRL: 6
    TRL (Technology Readiness Level)
  • TRL 1 - Grundprinzipien beobachtet
  • TRL 2 - Technologiekonzept formuliert
  • TRL 3 - Experimenteller Nachweis des Konzepts
  • TRL 4 - Technologie im Labor überprüft
  • TRL 5 - Technologie in relevanter Umgebung überprüft (bei Schlüsseltechnologien im industrieorientierten Umfeld)
  • TRL 6 - Technologie in relevanter Umgebung getestet (bei Schlüsseltechnologien im industrieorientierten Umfeld)
  • TRL 7 - Test eines System-Prototyps im realen Einsatz
  • TRL 8 - System ist komplett und qualifiziert
  • TRL 9 - System funktioniert in operationeller Umgebung (bei Schlüsseltechnologien oder Raumfahrt wettbewerbsfähige Fertigung)
Anwendungs­sektor: Naturraum Wasser, Städte und Kommunen, Wasserwirtschaft
Fördermaßnahme: LURCH
Projekt: PFClean

Kontakt und Partner


Logo Universität Stuttgart, Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS)
  • Universität Stuttgart, Versuchseinrichtung zur Grundwasser- und Altlastensanierung (VEGAS),
  • Pfaffenwaldring 61,
  • Stuttgart
https://www.iws.uni-stuttgart.de/vegas/
PD Dr.-Ing. Claus Haslauer
  • vegasinfo@iws.uni-stuttgart.de
  • +49 711 685 64717

Universität Tübingen, Geo- und Umweltforschungszentrum,
Tübingen
Arcadis,
Amsterdam, Niederlande
Sax und Klee,
Mannheim
Geiger Entsorgung,
Oberstdorf

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