Operativer Wasserbedarf zukünftiger globaler Stromerzeugung

#Energiesystem #Szenarien #Elektrizität #Global
Säulendiagramm, welches den jährlichen Wasserverbrauch für die Stromerzeugung verschiedener Energieträger zeigt. Die Stromerzeugung wird sowohl für das Jahr 2015 dargestellt, als auch für das Jahr 2040 unter Berücksichtigung vier unterschiedlicher Energieszenarien
Wasserverbrauch für die Stromerzeugung für verschiedene globale Energieszenarien (in km3 pro Jahr, ohne Wasserkraft)

Analyseansatz zur Bestimmung des zukünftigen direkten Wasserbedarfs für die Stromerzeugung auf globaler und regionaler Ebene. Der Ansatz ermöglicht Aussagen darüber zu treffen, welche Auswirkungen verschiedene Dekarbonisierungsstrategien im Stromsektor auf den zukünftigen Wasserbedarf haben werden.

Die Erzeugung von Strom erfordert Wasser. Da die weltweite Nachfrage nach Strom in den kommenden Jahrzehnten voraussichtlich deutlich steigen wird, ist auch mit einem Anstieg des Wasserbedarfs im Stromsektor zu rechnen. Aufgrund der weltweiten Energiewende ist die zukünftige Struktur der Stromversorgung – und damit auch der zukünftige Wasserbedarf für die Stromerzeugung – jedoch mit hoher Unsicherheit behaftet, da die für die Stromerzeugung benötigte Wassermenge sowohl in Abhängigkeit von der Erzeugungstechnologie, als auch vom Kühlsystem, stark variiert. Mit dem entwickelten Ansatz können die Auswirkungen von Dekarbonisierungsstrategien auf den direkten Wasserbedarf für die Stromerzeugung auf globaler und regionaler Ebene quantifiziert werden.

Zu diesem Zweck werden Wasserbedarfsszenarien für den Stromsektor auf der Grundlage ausgewählter globaler Energieszenariostudien entwickelt und die Auswirkungen bis 2040 systematisch analysiert. Die Ergebnisse zeigen, dass unterschiedliche Dekarbonisierungsstrategien für den Stromsektor zu einer erheblichen Variation des Wasserbedarfs führen können. Dabei führt eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen (THG) nicht zwangsläufig zu einer Reduzierung des Wasserbedarfs. Dementsprechend unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit, nicht nur THG-Emissionsreduktionen, sondern auch Aspekte wie den Wasserbedarf zukünftiger Energiesysteme, in der Energiesystemplanung zu berücksichtigen, um die Energiewende nachhaltig zu gestalten.

Wasser­ressource: Oberflächenwasser, Prozesswasser
Produkttyp:
  • Managementkonzepte & Bewertungen
  • Modelle & Software-Tools
Anwendungs­sektor: Industrie, Wasserwirtschaft
Fördermaßnahme: GRoW
Projekt: WANDEL

Kontakt und Partner


Logo Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH
  • Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH,
  • Döppersberg 19,
  • 42103 Wuppertal
www.wupperinst.org
Dr. Julia Terrapon-Pfaff
  • julia.terrapon-pfaff@wupperinst.org

Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH,
Wuppertal

Mediathek


Diese Seite nutzt Website Tracking-Technologien von Dritten, um ihre Dienste anzubieten. Ich bin damit einverstanden und kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen oder ändern.

Einstellungen AkzeptierenImpressumDatenschutz