Methode zur simultanen Bestimmung von Phenol und Bisphenol A in Wasser

#Prozesswasseranalytik #Phenol #Bisphenol A #Fluoreszensspektroskopie #UV-Spektroskopie
Es sind zwei fluoreszenzspektroskopische Anregungs-Emissions-Diagramme zu sehen, aus denen hervorgeht, dass im UV-Bereich eine deutlich höhere Signalintensität für Phenol gemessen werden kann.
3-D Fluoreszensspektrum für Phenol. Bildnachweis: www.uni-due.de/wassertechnik

Diese Methode erlaubt die simultane, ökonomische und schnelle Quantifizierung von Phenol und Bisphenol auch in stark salzhaltigen Prozesswässern. Durch Einsatz von UV/Fluoreszenzsonden ist die Implementierung einer Online-Messung leicht möglich.

Viele industrielle Ab- und Prozesswässer, z.B. in der Kunststoffherstellung, in Kokereien oder petrochemischen Anlagen enthalten Phenol bzw. Phenolderivate. Im Gegensatz z.B. zu kommunalen Abwässern ist die qualitative Zusammensetzung dieser Wässer häufig bekannt und es sind meist nur wenige Stoffe in (prozess-) relevanten Konzentrationen vorhanden. Während sich die Konzentration (im Konzentrationsbereich mg/L) vieler aromatischer Strukturen wie Phenol in Wasser bei Abwesenheit anderer UV-aktiver Substanzen verhältnismäßig leicht und kostengünstig über UV-Spektroskopie ermitteln lässt, ist dies in Gemischen häufig nur über (Trenn-) Verfahren wie z.B. Gas- oder Flüssigkeitschromatographie möglich, was die Analyse teuer und Online-Verfahren sehr aufwändig macht.

Diese Methode ermöglich es, die Einzelstoffkonzentrationen (im Konzentrationsbereich > 1 mg/L) von Phenol und Bisphenol A in einem Gemisch beider Stoffe zu ermitteln. Dazu wird sowohl die Autofluoreszenz als auch die UV-Absorption der Probe gemessen. Aufgrund der wesentlich höheren Autofluoreszenz von Phenol ist eine näherungsweise Quantifizierung der Phenolkonzentration möglich. Durch Subtrahieren eines mathematisch anhand der zuvor berechneten Phenolkonzentration ermittelten Signalanteils für Phenol vom Gesamtsignal der UV-Absorption kann mittels des verbleibenden UV­Signalanteils die Konzentration an Bisphenol A ermittelt werden. Durch drei Iterationsschritte (Korrektur des Fluoreszenz-Signals um den Anteil des Bisphenol A) wird die Richtigkeit des Verfahrens weiter verbessert. Durch Einsatz von entsprechenden UV- und Fluoreszenssonden ist die Implementierung einer Online-Überwachung mit geringem Aufwand realisierbar.          

Wasser­ressource: Prozesswasser, Salzwasser
Produkttyp:
  • Monitoring & Analytik
Anwendungs­sektor: Industrie
Fördermaßnahme: WavE
Projekt: Re-Salt

Kontakt und Partner


Logo Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik/Wassertechnik
  • Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik/Wassertechnik,
  • Lotharstr. 1,
  • 47057 Duisburg
https://www.uni-due.de/Wassertechnik/

Universität Duisburg-Essen, Lehrstuhl für Mechanische Verfahrenstechnik/Wassertechnik,
Duisburg

Mediathek


Diese Seite nutzt Website Tracking-Technologien von Dritten, um ihre Dienste anzubieten. Ich bin damit einverstanden und kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen oder ändern.

Einstellungen AkzeptierenImpressumDatenschutz