Globale Dürrerisikoanalyse für Bewässerungs- und Regenfeldbau

#Dürren #Landwirtschaft #Bewässerungslandbau #Regenfeldbau #Risiko
Das Bild zeigt eine grafische Darstellung der Vorgehensweise bei der globalen Analyse Dürrerisikos.
Vorgehensweise bei der globalen Analyse des Dürrerisikos im Bewässerungs- und Regenfeldbau. © Meza et al. (2020) (https://doi.org/10.5194/nhess-20-695-2020)

Erstmalig wurde das Dürrerisiko weltweit, getrennt für Bewässerungslandbau und Regenfeldbau, für den Zeitraum 1980-2016 analysiert, wobei die Risikokomponenten Dürregefahr, Exposition und Verwundbarkeit explizit berücksichtigt wurden.

Verbessertes Verständnis von Dürrerisiken ist Voraussetzung für proaktives Dürremanagement und daher im Fokus vieler Institutionen weltweit. Zur Unterstützung wurde erstmals eine globale Analyse von Dürrerisiken im Bewässerungs- und Regenfeldbau durchgeführt (s. Abbildung oben und Abbildungen in der Mediathek unten). Regenfeldbausysteme werden durch Bodenfeuchtedürren beeinflusst während bewässerte Systeme stark von hydrologischen Dürren gefährdet werden, was in der Auswahl der Indikatoren berücksichtigt wurde. Basierend auf Klimadaten wurden die Indikatoren für die Dürregefahr wurden in hoher räumlicher Auflösung im Zeitraum 1980-2016 für bewässerte und nicht bewässerte Kulturen berechnet. Diese Indikatoren wurden daraufhin über Kulturen hinweg auf Länderbasis aggregiert, wobei die jeweiligen Anbauflächen als Gewichtung verwendet wurden und damit die Exposition berücksichtigt wurde. Die Verwundbarkeit wurde durch Kombination von Indikatoren zur sozioökologischen Anfälligkeit sowie zur Bewältigungskapazität ermittelt. Auswahl und Gewichtung dieser Indikatoren erfolgte durch internationale Dürreexpert*innen. Das finale Dürrerisiko (s. Abbildungen in Mediathek) wurde durch Kombination von Dürregefahr, Exposition und Verwundbarkeit berechnet. Insbesondere für Südosteuropa, den Nahen Osten, Zentralasien sowie das nördliche und südliche Afrika wurde ein sehr hohes Dürrerisiko ermittelt. Unterschiede im Risiko entlang von Ländergrenzen (z.B. zwischen Mexiko und den USA) gehen auf Unterschiede in der Verwundbarkeit zurück. Die Ergebnisse können helfen geeignete Maßnahmen zur Verringerung des Dürrerisikos zu identifizieren und damit die Resilienz gegenüber Dürren zu erhöhen.

Wasser­ressource: Grundwasser, Oberflächenwasser, Regenwasser
Produkttyp:
  • Modelle & Software-Tools
  • Monitoring & Analytik
Anwendungs­sektor: Landwirtschaft, Wasserwirtschaft
Fördermaßnahme: GRoW
Projekt: GlobeDrought

Kontakt und Partner


  • Department für Nutzpflanzenwissenschaften, Universität Göttingen,
  • Von-Siebold-Strasse 8,
  • 37075 Göttingen
https://www.uni-goettingen.de/pflanzenbau

Universität Bonn, Institut für Geodesie und Geoinformation (IGG)
Universität Bonn, Zentrum für Fernerkundung der Landoberfläche
Goethe Universität Frankfurt, Institut für physische Geographie
Universität der Vereinten Nationen, Institut für Umwelt und menschliche Sicherheit
Remote Sensing Solutions GmbH
Welthungerhilfe

Mediathek


Diese Seite nutzt Website Tracking-Technologien von Dritten, um ihre Dienste anzubieten. Ich bin damit einverstanden und kann meine Einwilligung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen oder ändern.

Einstellungen AkzeptierenImpressumDatenschutz