Frühwarnsystem für Flussbadegewässer

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Das Frühwarnsystem setzt die Anforderungen der Badegewässerverordnung von Nordrhein-Westfalen um und gewährleistet eine Warnung vor kurzzeitigen hygienisch relevanten Belastungen der Ruhr. Es ermöglicht seit 2017 das Baden im Baldeneysee an der Badestelle Seaside Beach in Essen.

Das Frühwarnsystem beruht auf der Beobachtung, dass erhöhte Konzentrationen an E. coli und intestinalen Enterokokken nach Regenereignissen am Badegewässer Seaside Beach auftreten. Die Konzentrationen können dabei Werte von 1.800 KBE/100 ml für E. coli überschreiten, was nach der Badegewässerverordnung NRW das Aussprechen eines zeitweisen Badeverbots zur Folge haben muss. Grundlage des Frühwarnsystems ist eine logistische Auswertung der Höhe von Tagesniederschlagssummen von Niederschlagsmessstationen im Umfeld des Badegewässers und der gemessenen Konzentrationen von E. coli und intestinalen Enterokokken, die Aussagen darüber liefern, ob die nach Badegewässerverordnung NRW maximal zulässigen Konzentrationen überschritten werden oder nicht.

Anhand der historischen Messdaten von ausgewählten Niederschlagsmessstationen wurden die maximal zulässige Tagesniederschlagssumme sowie der Zeitraum vor dem Bewertungstag (ein-schließlich Bewertungstag) ermittelt, innerhalb dessen diese Tagesniederschlagssumme nicht überschritten werden darf, damit die maximal zulässige E. coli-Konzentration von 1.800 KBE/100 ml an der Messstelle des Badegewässers Seaside Beach nicht überschritten wird. Überschreitungen der maximal zulässigen Konzentration an intestinalen Enterokokken waren in der Vergangenheit nur im Zusammenhang mit Überschreitungen der maximal zulässigen Konzentration an E. coli aufgetreten, sodass sich das Frühwarnsystem auf die Prognose der Überschreitungen von E. coli beschränkt.

Das Frühwarnsystem wurde vom Essener Systemhaus im Auftrag der Stadt Essen als Web-Anwendung umgesetzt und ist seit 2017 im Betrieb. Seither wurde es weiter durch IWW und Ruhrverband optimiert.

Das Prinzip des Frühwarnsystems ist auf andere Badegewässer mit kurzzeitigen Verschmutzungen infolge Mischwasserentlastungen übertragbar.

Wasser­ressource: Oberflächenwasser
Produkttyp:
  • Managementkonzepte & Bewertungen
  • Modelle & Software-Tools
Anwendungs­sektor: Naturraum Wasser, Städte und Kommunen, Wasserwirtschaft
Fördermaßnahme: RiSKWa
Projekt: Sichere Ruhr

Kontakt und Partner


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  • IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH,
  • Moritzstraße 26,
  • 45476 Mülheim an der Ruhr
www.iww-online.de
Dr.-Ing. Hans-Joachim Mälzer

IWW Rheinisch-Westfälisches Institut für Wasserforschung gGmbH,
Mülheim an der Ruhr
Stadt Essen
Essener Systemhaus
Seaside Beach Baldeney GmbH
Ruhrverband

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